Geburtstag

Heute „feier“ ich den einjährigen Geburtstag meines kleinen Blogs. Zu diesem Anlass möchte ich mich bei denjenigen bedanken, die mir zu dem Schritt einen Blog zu „machen“ geraten und mich dann bei der Umsetzung tatkräftig unterstützt haben. Danke!

Dank gebührt selbstverständlich auch den Lesern. Ich hoffe ihr bleibt mir treu und schaut auch in Zukunft hin und wieder vorbei.

Robert

Atomkraft – mein Fluchtplan

Es scheint als könne man sagen „Es ist passiert, was passieren musste“ – die Welt erlebt dieser Tage ihr zweites Tschenobyl. Ich erlebe mein erstes und hoffte bis dahin immer solch eine Katastrophe nie erleben zu müssen.

Die Katastrophe von Fukushima schreckt mich nicht auf. Schon seit Jahren haben Gedanken an einen GAU ihren Platz in meinem Kopf – auch in Deutschland. Vor einem Jahr habe ich mich das erste mal intensiv damit beschäftigt, was ich im Fall „GAU“ tun würde. Aber erstmal zur Ausgangslage:

Ich lebe in einem östlichen Bezirk Berlins, in direkter Nachbarschaft gibt es bis auf den Forschungsreaktor Wannsee keine Kernkraftwerke. Dafür befinden sich in „mittlerer Entfernung“ 4 Meiler, von denen zwei bereits als Pannenreaktoren bekannt geworden sind, Krümmel und Brunsbüttel.

Der nach einem Trafobrand am 28. Juni 2007 über 2 Jahre abgeschaltete Meiler Krümmel (östlichen von Hamburg an der Elbe) liegt nur etwa 220 Kilometer Luftlinie vom Berliner Reichstag entfernt. Weitere Störfälle durchziehen die Biografie des Meilers. So musste das Werk nach 2 Wochen Betrieb 2009 am 4. Juli per Notabschaltung wieder vom Netz und hat seitdem keine gültige Betriebserlaubnis mehr erhalten. Bereits im „Tschernobyl-Jahr“ 1986 machte der Meiler Schlagzeilen, so dass sich noch 20 Jahre danach die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW mit einem möglicherweise vertuschtem Atomunfall beschäftigt.

Etwa 275 Kilometer vom Reichstag entfernt liegt das AKW Grohnde (bei Hannover). 1976 in Bau gegangen liefert das Kraftwerk seit 1985 Strom und soll noch bis 2032 weiter laufen. Der Druckwasserreaktor wird u.a. mit den bei Unfällen gefürchteten MOX-Brennelementen betrieben.

Die zwei weiteren AKWs im Großraum Hamburg liegen 300 Kilometer (Brokdorf) bzw. 320 Kilometer (Brunsbüttel) von Berlin entfernt. Sollte es in diesen Reaktoren zu einem ähnlichen Störfall wie dieser Tage in Japan kommen, wird es für die Menschen in direkter Umgebung fast kein entrinnen geben. Die vorhandenen Katastrophenpläne sind wahrlich katastrophal. Es wird zwar verschiedene Evakuierungszonen geben, diese aber in viel zu kleinem Maßstab. Je nach Windrichtung werden innerhalb relativ kurzer Zeit große Gebiete verstrahlt werden.

Warum zähle ich Meiler im Umkreis von bis zu 300 Kilometer auf?
Untersuchungen für den Fall einer Kernschmelze im AKW Biblis haben ergeben, dass selbst bei einem Unfall in Biblis Städte wie Berlin oder Paris (beide über 450 Kilometer Luftlinie entfernt) für gewisse Zeit bedroht sind. Langfristig ist es sogar möglich, dass Gebiete in über 200 Kilometer Entfernung vom Unglücksort dauerhaft unbewohnbar werden. Man stelle sich einfach vor, was mit Berlin passiert wenn es in Krümmel …

Die Informationspolitik der zuständigen Behörden und des Betreibers werden sich an dem bekannten Vorgehen bei fast allen anderen Störfällen, die es mit Kernkraftanlagen bisher gab, orientieren. So wird es m.E. an jedem selbst liegen eine Entscheidung zu treffen. Ich für mich habe meine Entscheidung bereits festgelegt:

Ich werde sobald ich die Nachricht erhalte fliehen, meine sieben Sachen zusammenpacken und zu aller erst Berlin verlassen. Die Fluchtrichtung wird entscheidend von der Wetterlage abhängen. Ich hab bereits vor einem Jahr überlegt mir eine Art „Notkoffer“ zu packen, wie sie die Japaner im Erdbebenfall besitzen. Umgesetzt habe ich die Idee noch nicht – vielleicht ist jetzt der richtige Zeitpunkt dies nochmal zu überdenken.

 

PS: Wer sich selbst ein Bild der Notfallpläne einiger deutscher Reaktoren machen möchte hat hier die Möglichkeit (kleine Auswahl):

Krümmel
Biblis
Forschungsreaktor Wannsee

 

Berlin – Kopenhagen – Malmö

Anfang des Jahres war ich fast spontan einige Tage in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Ein günstiger Flug und wunderbare Begleitung machten den kurzen Trip möglich.  Wie im Januar üblich war es eher kalt und ungemütlich, trotzdem präsentierte sich Kopenhagen als wunderbarer Gastgeber. Wir waren viel in der Stadt unterwegs und haben uns einfach unter die Einheimischen gemischt. Hier und da ein paar Sehenswürdigkeiten mitgenommen. Nicht fehlen durfte für mich als alten Olsen-Banden-Fan natürlich auch ein Besuch des Gefängnisses in dem Egon immer einsaß. Leider wird die Kulisse für die Begrüßungsszenen nach Egons Freilassung immer noch als Staatsgefängnis genutzt, so dass ich keine richtigen Bilder machen durfte, aber ich kann sagen: „Ich war da“.

An einem Tag ging es über den Öresund nach Schweden. Kaum hatten wir den magischen Strich auf der Brücke überquert, wurde uns eine etwas besondere Begrüßung der Schweden zu teil. Ein süßer schwedischer deutscher Schäferhund mit  seinem Herrchen in Polizeiuniform hielt an unserem Sitzplatz an und freute sich über den Inhalt des Mülls, der dort in einem Plastikbeutel hing. Wir blickten nervös in die Augen des noch nervöseren Polizisten der aufgeregt versuchte Verstärkung zu organisieren. Die Blicke der anderen Mitfahrer waren uns bereits sicher. Gefühlte 30 Minuten vergingen bis die Verstärkung in Zivil eintraf, in denen uns der einsame Polizist mit dem Hund kein Wort sagte. Wir hielten es für klug, es ihm gleich zu tun. Die Zivilpolizisten durchsuchten den Müll und fanden einen Kaffeebecher. Dann durchsuchten sie unsere Rucksäcke. Es folgte ein kleiner Smalltalk über unsere Herkunft und unsere Ziele. „Ja wir wollen nach Lund und Malmö.“ „Und was wollt ihr da?“ „Na in Lund die Uni anschauen und in Malmö äh Malmö.“ „Ok.“ Dann wollten die Beamten noch wissen ob es unser Kaffeebecher sei und als wir dies verneinten, wünschten sie uns noch einen schönen Tag. Wir freuten uns über die freundliche und persönliche Begrüßung in Schweden und wahren froh dieses Land der Sehnsucht nicht gleich hinter den berühmten Gardienen kennen zu lernen.

Es hat sich übrigens wirklich gelohnt, Malmö und Lund waren wirklich schön, wenn auch sehr klein. Eigentlich wär ich noch gerne zu Kommissar Wallander nach Ystad gefahren, aber das war zeitlich und finanziell leider nicht mehr drin. Aber mit der Landung in Schönefeld stand schon fest: Ich komme zurück.

 

Ein paar Bilder gibts wie immer auf Flickr.

Ich bin „Fotonaut“

Mein Bild "Tropfenbrücke" auf fotonauten.net

Hallo liebe Blogleser,

es gibt erfreuliche Neuigkeiten: allen denen die mir und meiner Schreiberei folgen haben jetzt eine Anlaufstelle mehr.

Anfang November 2010 wurden die „Fotonauten“ geboren und ich bin sozusagen ein Teil der Familie. Eine wunderbare Idee von einer meiner ersten Social Media Bekanntschaften ist nun Realität: ein Fotoblog für alle begeisterten Hobbyfotografen und alle begeisterten Fotogenießer.

Neben meinen Bildveröffentlichungen auf Flickr und meinen mobilen Schnappschüssen auf Twitpic, könnt ihr nun auch einige meiner Bilder mit Artikel bei den Fotonauten bestaunen.

Neben mir gibt es übrigens auch noch andere Fotonauten mit tollen Bildern und Geschichten dazu. Also schaut mal rein und wenn ihr selbst auch gerne Bilder macht, werdet selbst Fotonaut!

Uni die Erste

Lange war hier nichts zu lesen und lange war auch nichts spannendes aus meinem Leben zu berichten. Doch die Zeiten des Herumgelunger sind vorbei.

Seit einer Woche bin ich frischer „Ersti“ an der TU Berlin. Damit hat sich meine lange Planung endlich erfüllt. Nach Abi und Zivi geht es jetzt nun in die finale Phase zum Berufsleben und ich bin gespannt. Die Starteuphorie ist zwar auch mit etwas Angst vor dem Neuen und den anstehenden Herausforderungen gemischt, aber für mein Ziel scheinen alle Berge überwindbar.

In den kommenden 6 Semestern werde ich also erstmal versuchen meinen Bachelor als Ingenieur für Verkehrswesen zu machen. Danach könnte noch ein Master in meine beliebigen Fachrichtung stehen. Für die Spezialisierung stehen für mich 2 Möglichkeiten zur Wahl: Entweder Schienenfahrzeugtechnik oder Planung und Betrieb von Bahnsystemen. Wohin es genau geht wird sich erst später entscheiden, steht mir doch jetzt eh erstmal das Handwerkszeug bevor.

Wie die ersten Wochen, Monate und Semester anlaufen, werde ich euch bei Gelegenheit gerne hier näher bringen.

Gillys-Handy-Blogparade

Bei der von Gilly initiierten Blogparade gibt es bis zum 25.August ein brandneues HTC Wildfire zu gewinnen. Wer kann da schon widerstehen? Ich jedenfalls nicht, schließlich will ich ja auch endlich mal in den Genuß eines Androids kommen.

Also flink die Fragen durchgegangen und somit teilgenommen:

Von welchem Hersteller ist dein Handy?

Apple

Welches Modell?

iPhone 3GS (16GB)

Bist du zufrieden mit deinem Handy?

Eigentlich schon, nur hat es iOS4 ziemlich lahm gemacht.

Welches Handy hättest du gerne, wenn du dir ein Gerät aussuchen könntest?

Mh. HTC Desire oder Motorola Milestone.

Prepaid oder Vertrag?

Vertrag

Hast du einen Datentarif?

klaro

Mein Bild von meinem Handy:

Prag zum Ersten

Der erste Reisebericht meiner kurzen Bloggeschichte. Gewidmet einer Stadt die ich schnell in mein Herz schloss.

Am Vormittag des 23.07. machten wir uns auf unserem kleinem tschechischen Gefährt die Heimat zu zeigen. Unbeirrt von Dauerregen auf dem Weg nach Dresden erreichten wir zügiger als erwartet die Deutsch-Tschechische-Grenze. Danach war alles gut. Die Autobahn endete und die Straße führte entlang der Elbe. Gastfreundlich empfing uns die Sonne. Es sollte nicht mehr lange dauern und wir waren in Prag angekommen.

Der erste Eindruck?! Großstädtisch! Stau durch eine riesige Baustelle in der Stadt auf dem Weg zum Hotel. Aber das konnte die Stimmung nicht mehr trüben. Spätestens der Anblick des gebuchten Hotelzimmers lockte einem das Lächeln ins Gesicht. Aber wir hatten nichts anderes erwartet – Andel’s – nur zu empfehlen! Wie die Stadt.

Geld getauscht und Tickets für die Bimmel gekauft und los.

Erstes Ziel war die „Kleinseite“, ein Viertel am Fuße der alles überragenden Prager Burg.

Prager Straßenbahn an der St. Nikolaus Kirche

Prager Straßenbahn an der St. Nikolaus Kirche

Dann ging es weiter über die Karlsbrücke zum Abendbrot in ein wohl typisch tschechisches Restaurant. In der Prager Altstadt gelegen sollte es nicht unser letzte Besuch im „Lokal“ sein.

Eine Nacht später war es schon wieder Zeit für den Abschied. Wien rief und wir folgten. Nicht aber ohne die Burg Vyšehrad unbesucht zu lassen. Von der aus man einen wunderbaren Blick über die gesamte Stadt und zu der berühmteren Burg in Prag hat.

Blick von der Burg Vyšehrad

Blick von der Burg Vyšehrad

Danach ging es weiter nach Wien wo uns wieder kräftiger Regen auf dem Weg erwarten sollte. Allen Hindernissen zum Trotz erreichten wir auch die Donau wie vorher die Moldau.

Wie es uns in Wien und danach wieder in Prag erging könnt ihr in einem der folgenden Posts lesen!

Weitere Bilder aus Prag findet ihr hier.